Was ich irgendwann mal angefangen habe und dann liegen blieb 

Getrickte Stulpen

Kennt ihr das? Ihr seht ein spannendes DIY-Projekt und wollt das unbedingt nachmachen? Ihr kauft im Herbst Wolle, um einen Schal zu stricken? Ihr kauft die Sachen, fängt an und dann? Dann kommt was dazwischen! Das Teil bleibt liegen, wandert in eine Schachtel oder wird gedanklich zu einem Wenn-ich-Urlaub-habe-mache-ich-es-fertig-Projekt. Und wird vergessen!

Ich habe auch solche Sachen, viele sogar. Ich habe viele angefangene Projekte, die eigentlich ganz schnell gehen, aber dann doch in die berühmte Schachtel wandern. Beim Umzug kam mir wieder alles entgegen: die unfertigen Stulpen (geht superschnell- habe ich an einem Abend gestrickt *haha*) eine Decke (die seit 3 Jahren nur noch an einer Stelle zu schließen ist),  angefange Socken, Pulloverzuschnitte, etc. Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen.

Was ich irgendwann mal angefangen habe, liegen geblieben ist und nun fertig wird!

Das Problem liegt tief: Ich kann Dinge nicht beenden. Ich fange gerne Sachen an, kann mich schnell für Projekte begeistern und dann kommt doch wieder was dazwischen, ich fange etwas Neues an und und und. Manch einer kennt das vielleicht. Dann schlummert das angefangene Shirt, die angefangenen Socken oder das gekaufte Papier in einer Kiste, in einer Ecke oder in einer Schublade. Da sehe ich es nicht und vergesse es. Aber manchmal denke ich doch daran und dann verschwindet es doch schnell wieder. Aber im Grunde belastet es doch: Überall diese angefangenen Sachen, die zuende gemacht werden müssen. Ich bekomme dann immer ein bisschen ein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas Neues anfange, da ja noch viele unfertige Sachen da sind.

Mich nervt das! Zum Einen gibt es einem das Gefühl, dass man nie was kann ( man schafft es ja schließlich nicht zu Ende) und zum Anderen fliegen überall die angefangen Sachen rum. Deshalb packe ich es jetzt an und beende.

Ich habe mir gedacht, ich nehme euch ein bisschen mit, beim Beenden. Vielleicht geht es dem ein oder anderen ja auch so und fühlt sich davon angesprochen, auch Projekte zu beenden.

Ein Anfang ist gemacht

Gestrickte Stulpen für Kinder

Heute zeige ich euch schon mal die Stulpen. Beendet! Sogar mit Fäden vernäht! (Die bleiben dann auch gerne nochmal ein Jahr dran…)

Und tatsächlich hat es nicht lange gedauert bis sie fertig waren. So langsam wird es draußen auch kühler und man muss sich wärmer einpacken. Ich finde Stulpen für den Herbst einfach unglaublich praktisch. Lotta findet sie auch hübsch und so kann sie diesen Herbst ihre eigenen Stulpen tragen.

Angefangen habe ich sie letztes Jahr im Herbst und sie dann lagen ein Jahr in meiner Strickschale.

Wer nun aber anfangen möchte, der kann die Stulpen nachstricken.

Ihr braucht:

  • ein Nadelspiel
  • etwa ein halbes Knäuel Wolle (ca.25 g)

So geht’s:

  • Pro Nadel 8 Maschen anschlagen (je nach Armdicke einfach anpassen und eventuell mehr Maschen, in Zweierschritten, anschlagen)
  • Dann im Wechsel 2 rechte und zwei linke Maschen stricken, sodass ein einfaches Rippenmuster entsteht
  • 40 Runden stricken. Das kann man aber so anpassen, wie lang man die Stulpen eben haben möchte.

 

Viel Spaß damit!

Getrickte Stulpen für Kinder

 

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